Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn Sie ein begeisterter Hornusser wären. Hornussen ist ja die schweizerische Variante von Golf.
In beiden Sportarten schwingt man mit einem federnden Schläger gegen einen Hartgummiball. Man versucht, beim Abschlag, möglichst gerade und möglichst lang zu sein. Top-Golfer und Top-Hornusser kommen mit ihren besten Drives über 300 Meter weit.
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Aber nun beginnt das Problem der Hornusser. Gespielt wird nur vom Thurgau über das Mittelland bis in den Jura. Bereits im Bündnerland, Tessin und Waadtland ist Hornussen nicht mehr im Angebot. Hornussen ist ein Provinzsport mit einem kleinen Radius.
Golf hingegen ist ein Weltsport mit einem endlosen Radius. Von den norwegischen Lofoten bis hinunter ins argentinische Feuerland gibt es über 38 000 Golfplätze. Das führt dazu, dass Golfer unablässig unterwegs sind. Golfer sind die bewegungsaktivste Subgruppe im internationalen Reisegeschäft. Die rund 110 Millionen aktiven Golfspieler dieses Planeten sind ein Rückgrat der Tourismusindustrie.
Es ist klar, warum die Golfspieler ständig mit ihrem Golfbag im Auto und im Flugzeug sitzen. Golfplätze sind die einzigen Sportstadien, bei denen die Schönheit der Natur und der Reiz der Umgebung die zentrale Rolle spielen. Bei Fussball oder Tennis ist das unwichtig, denn niemand geht auf einen Fussball- oder Tennisplatz, weil sie eine schöne Aussicht bieten.
Bei Golf ist es umgekehrt. Der grossartige Blick in die Alpen, in Hügelketten und über Seen und das Meer sind entscheidende Elemente eines Golfkurses. Golfplätze liegen vielfach an den schönsten Orten dieser Erde. Ein grossartiges Panorama ist den meisten Spielern wichtiger als ein guter Putt und ein gelungenes Par.
Auch in diesem Golf-Spezial schlagen wir denn eine Vielzahl von Golfplätzen vor, die etwas Besonderes bieten. Es sind alles Plätze in Europa, nur wenige Flug- oder Autostunden entfernt. Das ist unsere Art von Aufforderung, auf die Golfspieler warten. Lesen Sie also heute Abend unsere Golfbeilage, und packen Sie morgen früh Ihre Koffer.
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