Menschen können sich nicht aussuchen, an welche Gesetze sie sich halten müssen, Staaten schon. Souveräne Staaten sind weitgehend frei, die für sie geltenden Regeln selbst zu bestimmen. Sie erlassen Gesetze für die Menschen auf ihrem Territorium, und sie bestimmen, an welche internationalen Regeln sie sich halten möchten. Abgesehen vom Völkergewohnheitsrecht und von verbindlichen Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats sind sie eben souverän. Eine logische Konsequenz dieser Souveränität ist, dass nicht für alle Staaten die gleichen Regeln gelten.
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