Bücher der Woche
Erotische Landstreicherei
Roger Lewis: Erotic Vagrancy. Quercus Publishing, 608 S., Fr. 24.90
In seinem schlafenden Kopf explodierte sein Blut. Vor vierzig Jahren, am 5. August 1984, starb der Weltstar Richard Burton («Der Spion, der aus der Kälte kam»), lebensmüde und lebenssatt, in seinem Haus in Céligny am Genfersee. Er las am Tag zehn Stunden. Er rezitierte «König Lear» auswendig. Hirnblutung mit 58. Er lebte und liebte monströs. Sein Schicksal war letztlich die selbstvernichtende Liebe zu Elizabeth Taylor (1932–2011, «Cleopatra»): «Unser Way of Life war ein Erste-Klasse-Rezept für organisierten Selbstmord!» Diese Hollywood-Jahrhundertliebe hat jetzt einen literarischen Grabstein: «Erotic Vagrancy – Everything about Richard Burton and Elizabeth Tay ...

