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Eine Generation übersprungen

Mit dem iX3 beweist BMW zum zweiten Mal, dass die deutsche Automobilindustrie auch im Zeitalter neuer Technologien zur Weltspitze gehört.
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BMW fährt allen davon», schrieb kürzlich der Kollege Oliver Stock in der regulären Ausgabe der Weltwoche. Das Erfolgsrezept sei die Eigentümerstruktur: Hinter dem Automobilkonzern, der BMW, Mini, Rolls-Royce und BMW-Motorräder produziert, steht kein globales Aktionariat, kein Investmentfonds, sondern die Familie Quandt. Dass sie nicht in Quartalen, sondern in Generationen denke, beeinflusse Strategie und Entscheidungen.

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Mit neuer Energie versehen: BMW iX3 «Neue Klasse».
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Das ist nicht nur eine steile These, sondern lässt sich sogar historisch belegen. In den 1950er Jahren investierten Herbert und Harald Quandt Millionen in BMW, verhinderten die Übernahme durch Daimler-Benz und legten den Grundstein für den weltweiten Erfolg. Den endgültigen Durchbruch schaffte man mit der «Neuen Klasse», dem BMW 1500. 65 Jahre später hat BMW diesen Begriff wieder aus den Archiven geholt und ihn buchstäblich mit neuer Energie versehen.

 

Neue Massstäbe

Mit dem iX3 «Neue Klasse» kommt jetzt ein Auto auf den Markt, das BMW für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte prägen soll. Zunächst einmal übernimmt der bayerische Konzern damit die technologische Führerschaft im Bereich der Elektromobilität. Ähnlich wie schon 2013 beim i3 ist der BMW iX3 in verschiedener Hinsicht seiner Zeit voraus. Manche Experten sprechen davon, dass die Entwickler eine Generation übersprungen haben. BMW setzt Massstäbe in praktisch allen Teilbereichen eines Elektroautos: Das beginnt bei der Architektur der Batterie mit ihren runden statt rechteckigen Zellen, es umfasst ein 800-Volt-System für hohe Ladegeschwindigkeiten und Reichweiten von bis zu 800 Kilometern, das ausserdem bidirektionales Laden und Funktionen wie «Vehicle-to-Load» unterstützt, womit externe Geräte betrieben oder geladen werden können. In der Kabine finden sich Innovationen wie das «Panoramic iDrive», und ein Supercomputer namens «Heart of Joy» kann das Fahrverhalten des Mittelklasse-SUVs auf völlig neue Art beeinflussen und soll für Effizienzgewinne von bis zu 25 Prozent sorgen. Unter anderem sorgt die Elektronik dafür, dass – anders als bei bisherigen Elektroautos – die Bremsvorgänge viel harmonischer und fast vollständig durch Rekuperation stattfinden.

Das Beispiel «Neue Klasse» zeigt, dass «Made in Germany» ein Qualitätssiegel bleibt.

Kurz: Entgegen der, vor allem unter Journalisten verbreiteten, Ansicht, Hersteller aus Asien oder Amerika hätten die deutsche Automobilindustrie längst abgehängt, zeigt das Beispiel «Neue Klasse», dass «Made in Germany» – trotz allen Problemen, die der Industriestandort haben mag – ein Qualitätssiegel bleibt.

Mit dem BMW iX3 beginnt aber darüber hinaus tatsächlich ein neues Zeitalter für das Unternehmen. Die «Neue Klasse» hat nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich enorme Auswirkungen. Bis 2027 sollen vierzig neue oder überarbeitete Modelle, basierend auf den neuen Technologie-Clustern, präsentiert werden. Für den iX3 wurde ein völlig neues Werk in Debrecen in Ungarn gebaut, wo nach modernsten Methoden mit erneuerbaren Energien und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft Autos hergestellt werden.

Mit der grösste Investition der Unternehmensgeschichte in Forschung und Entwicklung hat BMW dieses Projekt vorangebracht, dabei spielt auch die einkalkulierte Rentabilität der neuen Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Die «Neue Klasse» ist eine Wette auf die Zukunft, die BMW wieder gewinnen will.

 

BMW «Neue Klasse»: Marktlancierung im März 2026 als BMW iX3 50 xDrive, Preis ab Fr. 78 000.–.

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