Am letzten Freitag, es war ein 13., hat der Bundesrat seinen monatelangen Geheimkult beendet und die EU-Verträge veröffentlicht. Im Gegensatz zu den allgemeinen Inklusionsbestrebungen der Verwaltungen in Brüssel und Bern wurde dieses Mal auf einfache Sprache ganz verzichtet. Den sich auf 1800 Seiten erstreckenden Bandwurmsätzen droht eines Tages der Gang vor den Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg – wenn Lektüre Folter wird. Immerhin: Endlich können alle die Verträge lesen und darüber diskutieren. Oliver Kahn hätte geschrien: «Da ist das Ding!»
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