Gewissermassen als sozialdemokratische Geheimwaffe kandidierte Mandy Abou Shoak für das Stadtpräsidium von Zürich. Ihre Botschaft lautete: Zürich ist bereit für eine 36-jährige schwarze Frau, eine «gläubige Muslimin» und Sozialarbeiterin, aus dem Sudan stammend und als Kind auf der Asylschiene in die Schweiz gekommen. Mandy Abou Shoak wurde von den SP-Delegierten trotzdem nicht als Kandidatin nominiert. Man las in der NZZ, es zeige sich wieder einmal, «dass Politik noch immer etwas für privilegierte Schichten» sei. Nun, Mandys sudanesische Mutter arbeitet hierzulande als Zahnärztin und hat ein Haus gebaut. Dermassen privilegiert sind die meisten indigenen Schweizer ni ...