Als mehrsprachiges Land im Herzen Europas ist die Schweiz eigentlich dazu ausersehen, die Verständigung zwischen den europäischen Kulturen zu fördern – eine Idee, die der Komparatist Fritz Ernst einst auf die schöne Formel «Helvetia mediatrix» brachte. Leider kann man nicht behaupten, die Schweizer nähmen diese Rolle durchweg ernst. Und doch gab und gibt es Glücksmomente. Von einem soll hier die Rede sein: von der Entstehung des Buchs «De l’Allemagne» auf der Reise der Germaine de Stäel nach Weimar um die Jahreswende 1803/04. Und es soll auch erzählt werden, wie es dazu kam und was danach geschah.
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