Weltwoche: Herr Attenhofer, Sie waren fast fünfzig Jahre Mitglied der SP Schweiz. In Zürich waren Sie Kantonsratspräsident, zudem eroberten Sie für die SP Zürich das Amt des Statthalters. Nun sind Sie aus der Partei ausgetreten. Warum?
Hartmuth Attenhofer: Der Austritt stellt einen langen Prozess dar, der über zehn Jahre gereift ist. Schon vor über einem Jahrzehnt habe ich mich gefragt: «Was soll ich noch in dieser Partei?» Ich habe viel für die SP getan, habe das Land unterstützt, habe mich für die werktätige Bevölkerung eingesetzt. Da rennt man nicht einfach weg – ich bin kein Fahnenflüchtiger. Aber irgendwann habe ich gemerkt: Wenn das Heer aufhört zu kämpfe ...