Ganz oben muss die Luft dünn sein und die Wirklichkeit weit weg, in diesem Fall an der Spitze des Weltfussballverbands Fifa. Denn nur so, mit dieser Kombination aus mangelndem Sauerstoff und fehlendem Realitätssinn, lässt sich die Behauptung von Gianni Infantino nachvollziehen, die er vor zwei Wochen an dieser Stelle formulierte: Der Fussball müsse Haltung zeigen, aber neutral bleiben. «Entwicklung lässt sich nicht verordnen, Moral nicht exportieren», schrieb der Chef der Fifa in der Weltwoche («Der Fussball soll neutral bleiben», Nr. 8/26).
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