Emmanuel Macron wollte in de Gaulles Fussstapfen treten. Dies könnte ihm am Ende gelingen. Aber nicht so, wie er es sich vorgestellt hat.
Doch der Reihe nach. Die europäischen Wahlen sind für den französischen Präsidenten mit einer Riesenschlappe zu Ende gegangen: Mit einem Anteil von 14,6 Wählerprozent rangierte seine Partei weit hinter den Gewinnern, dem Rassemblement national von Marine Le Pen (31,3 Prozent). Ruck, zuck griff Macron deshalb zur verfassungsrechtlichen «Atombombe»: Noch am Wahlsonntagabend löste der Präsident die Nationalversammlung auf und ordnete Neuwahlen an. Und zwar auf den schnellstmöglichen Termin – erster Wahlgang am 30. Juni, zweiter Durchg ...