Bern
Prima inter pares – Karin Keller-Sutter liess sich nicht beirren auf ihrem Weg zur Bundespräsidentin. Weder von ihrem dominanten Vater noch von intriganten Parteikollegen. Auch nicht von der verblendeten CS-Spitze. In einem lesenswerten Porträt im Tagi-Magi wurde jüngst ihre Biografie verdichtet. Eine Heldinnengeschichte mit Widersprüchen.
Die robuste Ostschweizerin taugt nicht für die linke Opfererzählung. Also musste nochmals die Geschichte der «kalten Karin» hervorgekramt werden. Machtbewusste und ehrgeizige Frauen, so die These, würden von politischen Gegnern als herz- und gefühllos verschmäht. Auch deshalb sei sie damals, 2010, in der Ausmarchung gege ...