Im 19. Jahrhundert zog es viele deutsche Liberale in die Schweiz. Sie schätzten den freien, demokratischen Geist der kleinen Alpenrepublik. Einige schrieben Verfassungsgeschichte, andere gründeten Weltkonzerne. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fanden tüchtige Unternehmer, Dienstleister und Angestellte aus Deutschland hier eine neue Heimat. Sie wechselten bewusst ihr Bürgerrecht und bezahlten für den Schweizer Pass erkleckliche Summen. Ihre Integrationsleistung war beträchtlich, denn die Deutschen wurden damals nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Diese Generation ausgewanderter Deutscher identifizierte sich mit dem direktdemokratischen Sonderfall des neutralen, föderalen ...