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Die brutale Odyssee des Julian Assange
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Die brutale Odyssee des Julian Assange

Wenn der Australier nächste Woche an die USA ausgeliefert wird, endet die Pressefreiheit, wie wir sie kennen. Davon war selbst die Obama-Administration überzeugt – weshalb sie auf eine Anklage verzichtete. Wie der Westen einen Publizisten zu Grunde richtet, weil er die Ermordung von zwei Journalisten durch US-Soldaten aufdeckte und die Geheimdienste blamierte.
I. Whisky zum Frühstück und «Collateral Murder» Dieser Fall begleitet mich schon so lange, ich weiss gar nicht, wo beginnen. Vielleicht mit dem Tag, an dem ich mit Julian Assange in London Whisky zum Frühstück trank. Das war im Oktober 2013 in der ecuadorianischen Botschaft, wo Assange aus Angst vor einer Auslieferung an die USA Zuflucht gesucht hatte, und er war am Tag meines Besuchs, der privater Natur war, so grauenhaft erkältet, er konnte kaum sprechen, also nahm Assange zuerst einmal einen grossen Schluck des Glenfiddich Single Malt, den ich zuvor im Harrods gekauft hatte, «das beste Mittel gegen Erkältungen», wie er sagte. Und weil ich mich an diesem Vormittag auc ...
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