Warschau
Berlin ist in heller Aufregung: Die Wahl des konservativen Karol Nawrocki zum neuen Präsidenten Polens sei eine «Zäsur», die «Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit» vom Tisch, die Regierung Tusk bedroht, ja, das ganze Weimarer Dreieck, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Polen, hinfällig. Und doch hat sich oberflächlich betrachtet nicht viel geändert: Auch der scheidende Präsident, Andrzej Duda, war ein Kandidat der PiS und hatte aus seinen Überzeugungen keinen Hehl gemacht. Wieso also die Panik?
Gegen EU-Konformität: Staats ...