Robert Tobler war kein Spross der gleichnamigen Altzürcher Gelehrtenfamilie. Sein frühverstorbener Vater stammte aus dem thurgauischen Ermatingen und wirkte als Rechtsanwalt in Zürich. Sohn Robert wuchs mit zwei Schwestern auf und erwarb nach der Matura das Diplom eines Musiklehrers am Konservatorium. Nach einem fast dreijährigen Aufenthalt in Italien, wo ihn Mussolinis Faschismus faszinierte, begann Tobler 1927 ein Studium der Jurisprudenz an der Universität Zürich. Bald schon engagierte er sich politisch im Rahmen der freisinnigen Akademikertagungen. Dort formulierte er mit Kommilitonen scharfe Kritik an den demokratisch-parlamentarischen Zuständen. 1930 forderte Toblers Grupp ...