Tief in der griechischen Antike, im Jahr 399 vor unserer Zeitrechnung, als die Welt noch von einer Vielfalt von Göttern bevölkert und weder von Römern noch Christen belastet war, wurde ein gewisser Sokrates des Gottesfrevels und Jugendverderbs angeklagt. Das attische Volksgericht verurteilte ihn zum Tod. Sein Schüler Platon veröffentlichte drei Reden, die er gehalten haben soll: zu seiner Verteidigung (Apologie); dann, nach erfolgtem Schuldspruch, zum Strafmass; schliesslich, nach Verhängung der Todesstrafe, zum Ausgang des Verfahrens.
Richter sol ...