Der aus Chicago stammende James D. Watson war 25 Jahre alt, als ihm in Zusammenarbeit mit dem Briten Francis Crick (1916–2004) im englischen Cambridge eine Einsicht in die Struktur der Moleküle gelang, die im biologischen Gewebe das Erbmaterial ausmachen, das Chemiker als eine milde Säure erkannt und in den Zellkernen lokalisiert hatten. Man sprach deshalb von Kernsäuren – nucleic acids –, und 1953 stand die Variante im Zentrum des Interesses, die mit dem Zucker Desoxyribose ausgestattet war (deoxyribonucleic acid) und deshalb mit «DNA» abgekürzt wurde. In den frühen 1950er Jahren hatten Experimente mit Viren gezeigt, dass die DNA der Stoff war, aus dem die Gene bestanden, ...