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Der Busen der Gabrielle Renard
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Der Busen der Gabrielle Renard

Der Schah von Persien wollte die spektakulärste Sammlung zeitgenössischer Kunst schaffen. Dann kamen die Mullahs. Heute schlummert in Teheran ein mittlerweile fast vergessener, unermesslich kostbarer Schatz.
*** WIEN, JULI 1994 Es ist heiss an jenem Nachmittag. Die Luft flimmert über dem Beton des Flughafens Wien-Schwechat, als die Boeing der Iran Air auf der Landebahn aufsetzt. Nachdem die Maschine ausgerollt ist, wird sie zu einer weit abgelegenen Parkposition auf dem Airport-Gelände gelotst. Ein Pickup-Van rast heran. Der Fahrer und sein Begleiter beobachten, wie eine Gruppe Iraner eine grosse, schmale Holzkiste aus dem Flugzeug bugsiert, sie vorsichtig Stufe für Stufe die Gangway hinunterträgt, um sie schliesslich in den Lieferwagen einzuladen. Kaum ist sie dort verstaut, übergeben die beiden Männer nun ihrerseits den Iranern neun verplombte, kleinere Kisten. Siegel werden ...
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