Monatelang hatte Bundeskanzler Friedrich Merz einen «Herbst der Reformen» angekündigt. Es geschah aber nichts. Im Gegenteil: Durch die Verbesserung der Mütterrente und eine gesetzliche Festschreibung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2031 werden der notleidenden Rentenversicherung, die heute schon zu einem Drittel von Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt finanziert wird, jährliche Mehrausgaben von 15 Milliarden Euro auferlegt, die den Zuschussbedarf aus dem Bundeshaushalt entsprechend erhöhen. Erst 2029, also kurz vor der nächsten Wahl, will die Bundesregierung einen Bericht vorlegen, wie es ab 2031 mit der Rentenversicherung weitergehen soll. Bis dahin werden die Zusatzausgabe ...