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Essen

Beethoven der Küche

 

Cheval Blanc im Grand Hotel Les Trois Rois Blumenrain 8, 4001 Basel. Telefon 061 260 50 07; sonntags und montags geschlossen

Der 56-jährige Spitzenkoch Peter Knogl ist kein Mann grosser Worte, aber einer der besten Köche der Schweiz (drei «Michelin»-Sterne, 19 «GaultMillau»-Punkte) und seit kurzem gehört sein «Cheval Blanc» im Grand Hotel «Les Trois Rois» in Basel offiziell zu den besten Restaurants der Welt – jedenfalls gemäss der französischen Bewertungsseite La Liste, welche ihre Rangliste nach eigenen Angaben auf rein mathematischen Kriterien aufstellt. Ausgewertet werden Gastronomieführer und Bewertungsportale.

Illustration: Jonathan Németh
Beethoven der Küche
Illustration: Jonathan Németh

Abgesehen davon, dass es so etwas wie das beste Restaurant der Welt naturgemäss nicht geben kann, fasziniert mich bei jedem Besuch des «Cheval Blanc» die kompromisslose Klarheit, mit der Peter Knogl seine Gerichte aufbaut: Ein fast roher Carabinero, darüber ein farblich und geschmacklich intensiver grüner Jalapeno-Espuma ist reine Perfektion. Die in einer Espresso-Tasse als Amuse-Bouche servierte, buttrige, süss-herbe Hummer-Bisque hat die genau richtige Balance, nicht zu viel Krustentier-Intensität und eine samtene Textur.

In seinem Minimalismus erreicht der gebürtige Bayer Knogl gleichzeitig eine unerwartete Intensität. Die Arrangements auf dem Teller sind fast schon aufreizend schlicht: ein Produkt, zum Beispiel eine Scheibe französische Jakobsmuschel mit dem Durchmesser eines mittleren Apfels, dazu ein Würzmittel – in diesem Fall Perigord-Trüffel von betörendem Aroma – und dann eine mit Trüffel-Jus abgeschmeckte Madeira-Sauce mit der Harmonie und gleichzeitigen Kraft einer Beethoven-Symphonie.

Bis zu den Desserts, die Peter Knogl selbst entwirft, aber einen Patissier umsetzen lässt, bleibt die Handschrift unverkennbar: Erfrischend und leicht ist zum Ende des Mittagessens die Kombination aus Ananas- und Kokosnuss-Sorbet mit einem Litschi-Schaum. Angerichtet in perfekter, weicher Symmetrie, die bloss von einem Stück essbarer Silberfolie durchbrochen wird und einen durchaus symbolhaften Charakter für die Art der hier servierten Gerichte hat.

 

David Schnapp ist Autor beim Gault-Millau-Channel.

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