Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein grosses Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell (Jesaja 9, 1, Lutherbibel). – Diese Prophetenworte stammen aus der Zeit des syrisch-ephraimitischen Krieges ungefähr 730 vor Christus. Der König Ahas von Juda verlor die Hafenstadt Elat. Weitere Verluste versuchte er abzuwenden, indem er sich mit Tigliatpileser III. von Assur verbündete. Doch dieser Beschützer wurde zum Beherrscher und verlangte Tribut. Der Prophet Jesaja hatte vor solchen Bündnissen gewarnt und für Gottvertrauen, Unabhängigkeit und gleichsam für Neutralität plädiert. Das grosse Licht ist wie eine Kompassanzeige: Behalte die Treue ...