Es gibt im Hochschulbetrieb von heute kaum Gelehrte, welche über den mit Bürokratie verbundenen Begriff «Qualität» hinaus noch als Geistesgrösse gelten können. Dem Germanisten und Religionsphilosophen Alois Maria Haas, gebürtiger Stadtzürcher, kam dieses altmodische Prädikat noch zu, bei Studierenden wie Kollegen. Selbst wenn ihn einzelne bezüglich Brillanz und medialem Charisma übertroffen haben sollten – so der Weggefährte und Freund Peter von Matt, dessen Kinder laut Gattin Béatrice den Professor Haas «Onkel Alois» nennen durften.
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