Die Gerichtshöfe der Medien haben ihr Urteil längst gesprochen: Ein tödliches Feuerinferno, wie es in der Silvesternacht in Crans-Montana geschah, ist ganz typisch für das Wallis. Schliesslich kennt man den dortigen Filz, die Grauzonen, die Mauscheleien zwischen Investoren, Behörden und Bürgern. Die Walliser – so die Karikatur dieses Schreckensszenarios – waren schon immer etwas käuflicher, etwas korrupter, etwas krimineller als die Restschweizer. Und es sei ganz typisch, dass im Rhonetal jetzt alle zusammenstehen und alles unter dem Deckel halten – um am Schluss als Alleinschuldigen einem korsischen Zuwandererpaar mit teuren Autos den Prozess zu machen.
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