Nach dem Mord am konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk sorgt ein Auftritt von Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek in der ARD-Sendung «Caren Miosga» für Kritik. Die 37-Jährige vermied jedes Wort des Mitgefühls für das Opfer – und verteidigte sogar Spottbeiträge aus dem Umfeld ihrer Partei, berichtet die Bild-Zeitung.
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In der Sendung sprach Miosga ein gelöschtes Meme an, das Reichinneks Referent nach der Tat gepostet hatte – mit der lakonischen Botschaft: «Oh no. Anyway.» Reichinnek erklärte, die Aussage sei «zynisch, aber passend» gewesen und habe auf ein Schulmassaker am selben Tag aufmerksam machen sollen. Sie nannte die Reaktion ihres Mitarbeiters «satirisch».
Die Linken-Politikerin legte nach: «Ich bin überrascht, dass dieser ultrarechte Nationalist jetzt an vielen Stellen so betrauert wird. Also ich bin eher irritiert davon, dass zum Beispiel eine Junge Union da so einen Trauerpost schickt, wenn man überlegt, was das für eine Person ist. Bei den Demokraten haben sie das damals nicht gemacht.»
Miosga verwies auf weitere Posts aus der Linksjugend. So habe ein Funktionär in Hannover geschrieben: «Blutige und rechte Politik führt zu blutigen Patronen.» Die Gruppe in Hanau veröffentlichte ein Foto Kirks mit dessen Tochter mit dem Kommentar: «Rott in hell – verrotte in der Hölle.»
Reichinnek kommentierte: «Der Post wurde gelöscht. Die betroffene Person ist minderjährig. Wir sind im Gespräch. Aber die betroffene Person, der Name wurde jetzt veröffentlicht, wird von Rechten persönlich angegangen. Es gibt Morddrohungen.»
Auf die Nachfrage, ob man dem Opfer nicht einfach menschlich begegnen könne, blieb Reichinnek ungerührt: «Ich weiss nicht, ob das die Person ist, wo man sagt: Ach, er war so ein Guter.»