Nach dem historischen 5:0-Sieg von Paris Saint-Germain (PSG) über Inter Mailand im Champions-League-Finale kam es in Frankreich zu schweren Ausschreitungen mit zwei Todesopfern.
Insbesondere in Paris eskalierte die Lage: Auf den Champs-Elysées und rund um den Parc des Princes lieferten sich gewaltbereite Gruppen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es wurden Geschäfte geplündert, Fensterscheiben eingeschlagen und über 260 Fahrzeuge in Brand gesetzt.
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Paris (Frankreich) brennt. Mal wieder!
Aber Hauptsache im Freien wurde Rauchverbot eingeführt.pic.twitter.com/2WevuMcu6r
— Heimatgefühl (@HeimatliebeDE) June 1, 2025
Die Einsatzkräfte reagierten mit Tränengas und Wasserwerfern. Insgesamt wurden landesweit 559 Personen festgenommen, davon allein 491 in Paris. Mindestens 192 Menschen wurden verletzt, darunter 22 Polizisten und sieben Feuerwehrleute.
Zwei Menschen verloren ihr Leben: Ein 17-Jähriger wurde in Dax erstochen, und in Paris kam ein Mann ums Leben, nachdem er auf einem E-Roller von einem Auto erfasst worden war.
Die politischen Reaktionen fielen heftig aus. Innenminister Bruno Retailleau verurteilte die Randalierer als «Barbaren», was wiederum Kritik von linken Politikern hervorrief. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Gewalt als «inakzeptabel» und versprach Konsequenzen.
Auch in München, dem Austragungsort des Finales, kam es zu Zwischenfällen: PSG-Fans stürmten nach dem Spiel den Rasen der Allianz-Arena und beschädigten den Platz erheblich. Die Uefa kündigte eine Geldstrafe für den Verein an.
Trotz der Ausschreitungen fand am folgenden Tag die Siegesparade von PSG auf den Champs-Elysées statt, begleitet von einem Grossaufgebot an Sicherheitskräften. Der Verein rief seine Anhänger zu friedlichen Feierlichkeiten auf.