Papst Leo XIV. hat die Vereinigten Staaten wegen ihrer Nahost-Politik scharf kritisiert. Die USA seien wohl «die letzten, die diesen Schritt gehen», sagte der Papst laut Vatican News mit Blick auf die internationale Anerkennung eines palästinensischen Staates. Der Heilige Stuhl hingegen habe die Zweistaatenlösung «schon seit vielen Jahren anerkannt».
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Die Haltung seiner Heimat Amerika kritisierte er deutlich: Es fehle «auf der anderen Seite wirklich an dem Willen, zuzuhören», sagte Leo XIV. Der Dialog sei deshalb faktisch zum Erliegen gekommen.
Anlass für die Äusserungen ist die jüngst erfolgte Anerkennung Palästinas durch mehrere westliche Staaten. Auf Nachfrage von Journalisten sagte der Papst, eine solche Entwicklung «könnte helfen», die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Notwendig sei aber in jedem Fall ein Weg, «alle Völker zu respektieren».