Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Zuwanderung und Wohlstand: Viele Politiker, die Wirtschaftsverbände und die Gewerkschaften beteuern ständig, der Migrantenzustrom gehe automatisch zurück, sobald unsere Wirtschaft nicht mehr so gut laufe. Doch ist das auch wahr?

Politiker von links bis ins bürgerliche Lager und die Wirtschaftsverbände behaupten unentwegt: Die heute betriebene Zuwanderung steigert den Wohlstand, stärkt den Arbeitsmarkt, fördert die Innovation und stabilisiert die Sozialwerke. Weniger gern reden sie über Lohndruck, steigende Mietpreise und Überlastung der Infrastruktur.

© KEYSTONE / URS FLUEELER
Eine Uebersicht auf ein Perron mit angekommenen Zugsreisenden am Bahnhof Luzern am Donnerstag, 15
© KEYSTONE / URS FLUEELER

Wenn die Gleichung «Je mehr Zuwanderung, desto höherer Wohlstand» aufginge, müssten bevölkerungsreiche Länder viel reicher sein als die Schweiz. Nigeria etwa hat 230 Millionen Einwohner, der dortige Wohlstand übertrifft aber schwerlich jenen der viel kleineren Schweiz. Auch Kambodscha ist trotz doppelter Bevölkerung der Schweiz bekanntlich nicht doppelt so reich.

Richtig ist, dass eine geregelte, gesteuerte Zuwanderung zum Wohlstand beiträgt, indem jene «Fachkräfte» ins Land geholt werden, die zur wirtschaftlichen Produktivität beitragen. Das funktioniert aber nicht mit einem bloss quantitativen statt qualitativen Wachstum. Eine solche Zuwanderung bläht zwar die Wirtschaft auf, erhöht aber keineswegs den Wohlstand pro Kopf.

Viele Politiker, die Wirtschaftsverbände und die Gewerkschaften beteuern ständig, dieser Zustrom gehe automatisch zurück, sobald unsere Wirtschaft nicht mehr so gut laufe. Doch ist das auch wahr?

Im ersten Halbjahr 2025 sind über 76.000 Personen in die Schweiz geströmt, davon über 56.000 aus dem EU-Raum. Dabei betrug das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2025 gerade noch 0,1 Prozent. Im zweiten Quartal 2025 waren nicht weniger als 237.000 Personen erwerbslos (Sozialhilfeempfänger und Ausgesteuerte mitgerechnet) – 34.000 mehr als im Vorjahr. Und was besonders beunruhigt: Die Erwerbslosigkeit der Jugendlichen zwischen 15 und 24 lag vor Jahresfrist noch bei 5,9 Prozent, heute liegt sie bei 7,6 Prozent. Vor der EU-Personenfreizügigkeit lagen diese Zahlen noch annähernd bei null.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.