Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zum letzten Mal aus San Francisco zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Donnerstag, dem 12. Februar 2000. 2026, jetzt geht es wieder zurück in die Heimat. Vielen herzlichen Dank, dass Sie uns auf den Reisen begleitet haben. San Francisco, für mich eine Wiederkehr, eine Rückkehr nach fast einem Vierteljahrhundert. Hochinteressant, wir waren gestern noch an der Stanford University in Stanford im Silicon Valley oder unweite Silicon Valley, also dort, wo die amerikanische Computerindustrie derzeit... mit sieben Meilenstiefeln der Konkurrenz entteilt. Und die Stanford University gehört zu den renommiertesten Universitäten der Welt. Er hatte die Gelegenheit, mit dem Weltwoche-Autor und Stanford-Professor Sepp Gumbrecht ein Gespräch aufzuzeichnen auf dem Campus und in seinem Büro. Er wird uns erklären, was es mit Stanford auf sich hat, warum diese Uni so stark ist und was sie eben auszeichnet im Vergleich mit anderen amerikanischen Universitäten. Hochschulen und auch den europäischen Pendants. Sehr inspirierend, jedes Mal sehr inspirierend, wenn man auf so einem Unicampus unterwegs ist. Wunderschön, Stanford gebaut 1891, eine private Stiftung und bis heute in privaten Händen, also eine jener Unis, bei denen wirklich die Leistung zählt. Aber nicht nur Leute mit dem ganz grossen Portemonnaie sind da. sondern es gibt sehr viele Stipendienmöglichkeiten, auch für hochtalentierte, aber eben nicht so zahlungskräftige Studenten. Vielleicht das grösste Qualitätsmerkmal des amerikanischen Ausbildungswesens sind diese Elite-Schulen, aber gleichzeitig auch das Problem, dass in den USA eben eine schmale Elite, top ausgebildet, einem riesigen Heer von eben schlecht Ausgebildeten gegenübersteht. Sie haben im Grunde keinen Mittelbau, sie haben die Nobelpreisträger, die supergescheiten, und dann haben sie die Handlanger, jetzt etwas grob gesagt. Und dazwischen sozusagen diese Tradition der qualifizierten Facharbeit, wie wir sie in der Schweiz haben, das duale Bildungssystem, auch Deutschland zum Teil, das ist in Amerika nicht so gebräuchlich. Ein anderer Eindruck aus San Francisco, es ist also tatsächlich so, dass die Innenstadt etwas versifft und verlottet ist. geottert daherkommt. Fentanyl-Zombies begegnen einem da und dort an den Häuserecken. Viele geschlossene Geschäfte, ganze Warenhausketten haben hier zugemacht in den letzten Jahren, bedingt durch Covid, bedingt durch neue Einkaufsgewohnheiten, aber eben auch durch die steigende Kriminalität und den organisierten Ladendiebstahl. Sehr viele Anbieter haben sich entschieden, ihre Geschäfte zu schliessen, ein etwas gespenstisches Bild, das Downtown San Francisco abgibt. Menschenleer, unbevölkert, schwierig etwas einzukaufen, zumindest wenn man sich an den grossen Einkaufshäusern orientieren möchte. Da sind also andere neue Formen des Einkaufens sich am entwickeln. in der nordkalifornischen Metropole. Heute erscheint die neue gedruckte Weltwoche, Titelgeschichte, Kulturkampf um die SRG. Das helvetische Establishment wirft alle Kräfte in die Schlacht, um seine Honigtöpfe zu verteidigen. Philipp Gut, dann, was mich sehr freut, der frühere stellvertretende Chefredaktor der Weltwoche, Interimschefredaktor und dann später sehr erfolgreich als Chefredaktor der NZZ am Sonntag, Felix E. Müller. Vogue ist vorbei, die Vogue-Bewegung, die Vogue-Ideologie zerstäubt, löst sich auf. Warum? Weil eben jetzt die harten Fragen wieder zählen, die Lebenskosten. Wer bezahlt? Was kostet eigentlich das Ganze? Die Kostenwahrheit kehrt zurück und die Scheinwahrheit von Vogue, die löst sich auf. Der ewige Traum von der Südsee, ja, da kann ich vieles nachempfinden nach den letzten Tagen. Ich bin süchtig, süchtig nach dem Paradies. der grossartige Fotosjournalist Alberto Venzago mit Depeschen aus der Südsee. Daniela Niederberger, unsere Kollegin, die jetzt wieder häufiger schreibt, Frauen gefährden die Demokratie. Also schnallen Sie sich an, eine steile Ansage. Aber ich bin sicher, dass das mit grösster Akribie erledigt worden ist, dieser Auftrag. Agatha Christie wird gewürdigt. Karl Baudenbacher, der grosse Jurist, verlottert die Schweiz. Joachim Köhler schreibt über Deutschland im Winter. Kurt W. Zimmermann, unser Medienkolumnist, beschäftigt sich mit Schmierigem aus der Schweiz. Und die Magie von Cortina D'Ampezzo ist auch ein grosses Thema. Hemingway Bond, Pink Panther. Annabelle Schunke, natürlich unsere Kolumnistin, ist dabei. Nachrufe da unter anderem hervorzuheben, wir haben ihn schon gewürdigt, Karl Lüent, der grosse Schweizer Journalist, ist im 81. Altersjahr leider verstorben. Auch wir gedenken dieses sehr erfolgreichen und auch sehr prägenden Journalisten, mit dem sich ja ganze Generationen von Schweizer Journalisten auf... aufgewachsen sind. Was sind die Themen aus den Nachrichten? Der Goldrausch in Cortina geht weiter. Franjo Vorallen, Franjo von Almen mit seiner dritten Goldmedaille. Das ist also schon fast ein Markspitz des Skifahrens. Sie erinnern sich, 1972 München, Markspitz, der amerikanische Schwimmer mit sieben Goldmedaillen. Franjo von Almen hier mit einem unglaublichen Explan und das Interessante oder Pikante an dieser Letztlich Erfolgssträhne ist, dass der eigentlich favorisierte Schweizer Marco Odermatt sich bis jetzt der mit den weniger edlen Metallen zufrieden geben musste. Aber an den Medienkonferenzen bei den Siegerehrungen hat Marco Odermatt eine ganz starke Figur abgegeben. Charakterlich ein Teamplayer, nicht nur einfach ein Selbstdarsteller. Grossartig, begeisternd, ansteckend, diese Schweizer Erfolgsserie. Dann der Blick, die... Die Tageszeitung beschäftigt sich mit dem Thema tiefe Geburtenraten und teure Wohnungen. Und nach Auffassung der Blick-Redaktion ist der Grund für die tiefen Geburtenraten der Mangel an erschwinglichem Wohnraum. Es fehle an Wohnraum, weil die Mietkosten schlicht zu teuer seien. Richtig, das ist eine Beobachtung, der man nicht widersprechen kann. Die Geburtenrate sei mit 1,29 Kindern pro Frau auf ein Rekordtief. Gesunken unter den Rezepten dagegen verschweigt der Blick das Wesentliche. Seit dem Jahr 2000 gibt es in der Schweiz 36% mehr Wohnungen. Die Siedlungsfläche wuchs in nur gerade neun Jahren um die doppelte Fläche des Zürichsees. Die Schweiz wächst bevölkerungsmässig seit 2018 mal schneller als Deutschland. Anteilsmässig. Das ist eine unglaubliche Bevölkerungsentwicklung. Wollen wir also alles zubetonieren? Wollen wir immer noch mehr Häuser, Hochhäuser bauen? Nein, die hohen Mietkosten sind eine Folge der Massenzuwanderung. Im Juni können wir an der Urne darüber abstimmen, ob wir eine 10-Millionen-Schweiz wollen oder nicht. Bereits jetzt gehen die Wirtschaftsverbände Economy Suisse und Arbeitgeberverband laut NZZ auf die SVP los, weil diese sich vor der 10-Millionen-Schweiz-Initiative fürchten. In einem Papier sprechen sie von Chaos-Initiative, Chaos-Initiative. Auch die gesamte Linke hat diese Rhetorik übernommen, was den Wirtschaftsverbänden eigentlich zu denken geben sollte, dass da die genau gleichen Worte angewandt, als Waffenarsenale in den Wortduellen gebraucht werden. Immerhin verschweigen die Wirtschaftsverbände auch die Probleme der Zuwanderung nicht. Sie wollen das Asylrecht deutlich... Verschärft handhaben, die Wirtschaftsverbände müssen sich allerdings trotzdem den Vorwurf gefallen lassen, aus Eigeninteresse der Manager, der Unternehmen, das Wohl des Landes hinten anzustellen. Es ist natürlich schöner und bequemer, aus ein paar hundert Millionen EU-Bürgern Arbeitskräfte zu rekrutieren. Und man kann damit auch auf die Löhne drücken. Aber die Wirtschaft sollte nicht so tun, als ob es vor der EU-Personenfreizügigkeit geht. keinen Wohlstand in der Schweiz gegeben habe, als ob die Schweiz ein Armenhaus gewesen wäre und im Chaos versunken sei. Das ist nicht der Fall. Das Chaos auf dem Wohnungsmarkt, beim ÖV, auf den Autobahnen und bei der Zubetonierung der Landschaft haben eher sie angerichtet durch eine bedenkenlose Zuwanderungspropaganda, die wir in den letzten 25 Jahren erlebt haben. Nicht einmal der Bundesrat glaubt offenbar an die Armeepläne von Verteidigungsminister Martin Pfister. Seine Pläne einer massiven Mehrwertsteuererhöhung stossen bei allen Parteien zu Recht auf heftigen Widerstand. Mehrwertsteuern sind unsozial, denn sie treffen die Konsumenten, also vor allem kinderreiche Familien. Die Rede ist von einem Pfister'schen Rohrkrepierer. Der Bundesrat wisse das genau und wolle den Kollegen einfach im Parlament oder in der Stadt. Spätestens bei der Volksabstimmung scheitern lassen, vermuten Kommentatoren und Kritiker. Sind wir froh, dass wir eine Schuldenbremse haben und das Volk und Stände jedes Promille Steuern genehmigen müssen. Die gierigen Politiker hätten die Steuerschraube sonst beliebig angezogen, wie wir das im Ausland beobachten können. Schon wieder ein brutales Verbrechen. Im Bahnhof Grenchen-Nord verlangte ein bisher unbekannter Mann von einem Senior gelt, als dieser keins gab, schubste ihn der Täter aufs Gleis. Das betagte Opfer wurde von einem Zug erfasst, überlebte knapp, aber mit schweren Beinverletzungen. Noch immer ist der Unbekannte nicht gefasst. Es ist unfassbar, was dies mit unserem Urvertrauen in die Sicherheit macht, wenn wir auf dem Bahnhof nicht mehr sicher sind, dass uns niemand vor einen fahrenden Zug stösst. Gute Idee der FDP im Kanton Zürich. Sie hat eine Volksinitiative eingereicht, um das Personalwachstum beim Kanton zu bremsen. Denn das Verwaltungspersonal wächst schneller als die Bevölkerung. Das soll sich mit diesem FDP-Vorstoss ändern. Das Personal darf nicht mehr überproportional zur Bevölkerung anschwellen. Dies sei geboten, sagt die FDP zu Recht. Denn auch die Wirtschaft könne nicht über ihre Verhältnisse leben und müsse sich nach der Decke strecken. Hoffen wir, dass die Freisinnigen mit diesem Vorstoss Erfolg haben werden. Schlechte Entwicklung an der Volksschule. In einer Sekundarschule in der Deutschschweiz von 12- bis 14-Jährigen wurde mittels KI eine ganze Serie von Nacktbildern von Mitschülerinnen erstellt und im Netz verbreitet. Der Fall liegt jetzt bei der Jugendanwaltschaft. Es ist eine Katastrophe für die betroffenen Schülerinnen, aber auch für die Lehrer. Dagmar Rösler, die Präsidentin des Lehrverbands, fordert eine konsequente Medienausbildung, Weiterbildungsangebote für die Eltern und klare gesetzliche Schutzmassnahmen. Dies, meine Damen und Herren, in aller Kürze die Weltwoche Daily Sendung. Kompakt und auf dem Punkt, kurz vor dem Abflug zurück in die schweizerische Heimat, melde ich mich allerdings noch einmal mit den internationalen... Und ja, auch gut gelernt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Leser. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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