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«Zusammen bis zum Sieg»: Das Taurus-T-Shirt von Strack-Zimmermann ist unterirdisch. Wer stoppt den Höllenritt der selbstinszenierten «Europa»?

In wirren politischen Zeiten ist man immer wieder verblüfft, was die nächste Blösse einer Politik ist, der die Argumente ausgehen.

Mein heutiger Favorit: Die FDP-Spitzenkandidatin für die Europa-Wahl, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, mit einem unteririsch hässlichen T-Shirt, das ein blaues Stiergesicht mit geblähten Nüstern zeigt, darunter der Spruch: «Zusammen bis zum Sieg».

Was für ein Ausbund an Geschmacklosigkeit!

Bildquelle: X

Was soll uns das Foto sagen?

Dass Strack-Zimmermann jetzt die Europa ist, jene wunderschöne phönizische Prinzessin, die auf Zeus’ Rücken reitet? Dass also Agnes jetzt den europäischen Stier in die Weiten der ukrainischen Kornfelder hineinreitet, in der Hand eine Lanze gegen Putin schwingend?

Der «Taurus-Stier», darauf eine kämpferische, heldenhafte Agnes-Europa, mit giftigem Gesicht, die neue Gallionsfigur eines von der FDP geführten europäischen Freiheitskampfes? Was würde eigentlich Hans-Dietrich Genscher sagen?

Was für eine Perversion der europäischen Bildersprache! Ein Blick in die Kunstgeschichte zeigt – von Tizian über Félix Vallotton bis Max Beckmann –, dass, immer wenn Krieg auf europäischem Kontinent war, die Europa meist kläglich über dem männlichen Biest hängt, durchgerüttelt wird, geschliffen durch Sand und Schlamm, mit ihren Händen hilflos an des Stieres Schwanz hängend.

Man könnte sagen: Im Krieg wird die Europa vergewaltigt, das ist die Essenz der bildenden Kunst in Europa seit Jahrhunderten! Genau deswegen wurde Europa im 20. Jahrhundert zum Friedensprojekt: Nie wieder Krieg!

Nun kann man von einer Politikerin keine Kenntnis der schönen Künste verlangen. Aber Geschmack schon und vor allem politischen: «Zusammen bis zum Sieg» klingt eher wie eine Parole, mit der man junge Männer zu Zeiten der Wehrmacht gefüttert und dann verheizt hat, genau wie die 500.000 jungen ukrainischen Männer (!!!), die schon gefallen sind.

Wofür?

Werden wir wohl bald fragen … und dann #NieWiederKrieg murmeln.

Hoffentlich!

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