Die Initianten nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie fordern, «dass sich die Stadt Zürich aktiv dafür einsetzt, das Stadtgebiet grossflächig möglichst autofrei zu gestalten». Ziel sei es, «den motorisierten Individualverkehr deutlich zu reduzieren, um Platz für mehr Lebensqualität, Sicherheit und Klimaschutz zu schaffen».
Das Auto ist für die Erfinder dieser «Verkehrswende-Initiative» ein Sündenbock und schuld an allem Möglichen: Personenkraftwagen nähmen viel Raum ein, verursachten CO2, Lärm und Unfälle.
Hinter der Initiative stehen links-grüne und offen antikapitalistische Kreise mit Wurzeln bei den Jungsozialisten. Viele waren bereits bei der «Autofrei-Initiative» der Juso dabei, die das Bundesgericht für ungültig erklärte. Die Stadt sei nicht befugt, Fahrverbote für sämtliche Strassen zu erlassen, urteilte das höchste Schweizer Gericht.
Den fundamentalistischen Autogegnern ist das egal. In Zürich lebten «genügend Menschen, die auch radikale Visionen über das Tagesgeschäft des Gemeine- und Stadtrats hinweg tragen würden», sagen sie. Und haben damit vermutlich sogar recht.