Der neue Weihnachtsmarkt «Polarzauber» im Zürcher Hauptbahnhof verbietet den Standbetreibern die Annahme von Bargeld. Wenn ein Standbetreiber dennoch Münzen oder Noten akzeptiert, muss er mit einer Busse von 500 Franken rechnen. Dies bestätigt der Veranstalter Polarzauber AG dem K-Tipp. Laut Website ist «der gesamte Polarzauber cashless», zugelassen sind nur Karten und «Mobile Payment».
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Hintergrund ist eine neu eingeführte Umsatzbeteiligung der Standbetreiber. Ein Marktfahrer warnt laut K-Tipp vor Einbussen, da rund die Hälfte seiner Kundschaft bar zahle. SBB und Stadt Zürich stellen sich hinter die Vorgaben und verweisen darauf, dass es keine behördlichen Richtlinien zu Zahlungsmitteln gebe.
Auch andere Schweizer Märkte wie jene in Bern, Luzern, Winterthur oder auf dem Sechseläutenplatz empfehlen cashless, akzeptieren aber meist weiterhin Bargeld. Rechtlich müssen Schweizer Banknoten und Münzen grundsätzlich angenommen werden. Die Regel greift jedoch nur, wenn zuvor nichts anderes vereinbart oder klar kommuniziert worden ist. Wird Bargeld also im Voraus als Zahlungsmittel ausgeschlossen, ist dies erlaubt.