Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Zoff unter Rechten: Trump-Loyalist Nigel Farage legt sich mit Präsidenten-Flüsterer Elon Musk an – und schwingt die Spalt-Axt gegen die Tories

Irgendwie kriegen die Konservativen keine Einheit hin. Auch nicht in der Stunde des Triumphs.

Während Elon Musk nach Kräften die AfD massiert und mit Italiens prima donna Meloni flirtet, legt er sich mit Trump-Loyalisten an. Besonders auf dem Ticker hat er Nigel Farage, den Vorsitzenden der britischen Rechtspartei Reform UK.

Farage solle abtreten, er bringe es nicht als Leader der Konservativen, kanzelte Musk jüngst den Mann ab, der als Mr. Brexit in die Geschichte eingegangen ist.

EPA/ADAM VAUGHAN / Chip Somodevilla/Pool Photo via AP
Zoff unter Rechten: Trump-Loyalist Nigel Farage legt sich mit Präsidenten-Flüsterer Elon Musk an – und schwingt die Spalt-Axt gegen die Tories
EPA/ADAM VAUGHAN / Chip Somodevilla/Pool Photo via AP

Nun reitet Farage eine Gegenattacke. Er fordert den Tech-Giganten auf, Terrorvideos von seiner Plattform X zu entfernen. «Sämtliches terroristisches Material», einschliesslich eines Videos, das der Kindermörder Axel Rudakubana angesehen hat, solle unverzüglich von X gelöscht werden.

Der 18-Jährige Rudakubana hat letztes Jahr drei Mädchen bei einem Taylor-Swift-Tanzkurs in Southport getötet. Die Tat hatte Grossbritannien geschockt und Krawalle ausgelöst. Rudakubana wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Bei dem von Farage angeprangerten «terroristischen Material» handelt es sich namentlich um ein Dokument, das die gewaltsame Ermordung eines Bischofs in Sydney im April 2024 zeigt. Trotz wiederholter Lösch-Aufforderungen der britischen und der australischen Behörden haben Musks Leute bislang nichts unternommen.

Musks Plattform X, die sich als Forum der freien Meinung feiert und Zensur den Kampf ansagt, hat zuletzt mit stagnierenden Nutzerzahlen Schlagzeilen gemacht.

Farages Attacke gegen Musk ist die neuste Episode in einem Zwist unter Rechten. Vom Zaun gerissen hat ihn Trump-Flüsterer Elon Musk: «Die Reformpartei braucht einen neuen Anführer. Farage hat nicht das Zeug dazu», schoss er scharf über den Atlantik.

Musks Breitseite gegen Trumps loyalsten Supporter in Grossbritannien kam für viele völlig überraschend. Auch für Farage selbst.

«Ich bin gross und hässlich genug, um so was wegzustecken», sagte Farage, von der Weltwoche auf Musks Attacke angesprochen. «Das wird sich wieder legen.»

Offenbar nicht. Wie seine Zensur-Aufforderung an Musks Adresse zeigt.

Nigel Farage seinerseits schwingt derweil in der Heimat das Spaltbeil gegen seine konservativen Gesinnungsgenossen.

Die Tory-Partei unter ihrer neuen Führerin Kemi Badenoch sei «absolut» orientierungslos. Die traditionelle konservative Partei habe «keine Zukunft», so Farage zur Weltwoche.

«Die gibt es schon seit 194 Jahren. Nur weil man schon ewig da ist, hat man nicht das göttliche Recht, die nächsten 194 Jahre zu existieren.»

Er sei aufgestanden und habe die Tories auf eine Weise herausgefordert, wie sie noch nie herausgefordert worden seien. «Mein Ziel ist es, sie als Oppositionspartei gegen eine Labour-Regierung abzulösen, die von Menschenrechtsanwälten und Idioten geführt wird.»

Farages Abspalter-Partei geniesst wachsenden Zuspruch bei den Briten. Derweil ist Badenoch auf permanenter Talfahrt.

Von einer Fusion mit Reform UK will sie jedoch partout nichts hören. «Nigel Farage sagt, er wolle die Konservative Partei zerstören. Warum um alles in der Welt sollten wir mit ihm fusionieren?»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.