Er möchte Trump ablösen, 2028 die Macht in den USA übernehmen. Vorerst ist Gavin Newsoms «Königreich» auf Kalifornien beschränkt.
Um sich warmzulaufen, zieht der Gouverneur des «Golden State» gerne durch Europas Gassen. Da ist er der Darling der Trump-Hasser.
Eben noch kreuzte er in Davos auf und macht Front gegen Trump. «Bleibt unnachgiebig», feuerte er Potentaten dieser Welt an. «Zeigt Stärke als Antwort auf seine Schwäche.»
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Jetzt lauert Newsom in München auf. Kaum war die Sicherheitskonferenz eröffnet, zeterte er gegen seinen Lieblingsfeind.
«In der Geschichte der USA gab es keinen zerstörerischen Präsidenten, als den aktuellen Bewohner des Weissen Hauses. Er versucht, das 19. Jahrhundert wiederherzustellen», so Newsom.
Diesmal jammert er über Donald Trumps Klimapolitik. Dieser hatte den Klimaschutz zuletzt massiv zurückgefahren.
«Trump verdoppelt seine Dummheit», zündelt Newsom auf einem der vielen Palaver-Podien zum Thema «Die Notwendigkeit entschlossener Klimaschutzmassnahmen».
Ausgerechnet! In Kalifornien, wo Newsom wie ein Grosskhan regiert, scheitert er kläglich bei seinem Projekt, den supergrünen Wohlfahrtsstaat aufzubauen.
«Das Schöne an der kalifornischen Wirtschaft war, dass es hier Öl, Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Luft- und Raumfahrt, Technologie und viele andere Dinge gab», sagte der Weltwoche der linke Trump-Kritiker Joel Kotkin.
«Jetzt geht es im Grunde nur noch um Technologie. So ziemlich alles andere stagniert entweder oder ist rückläufig. Damit hat man die Möglichkeiten für einen Grossteil der Mittel- und Arbeiterklasse zerstört. Es gibt einfach keine Arbeitsplätze mehr.»
Was kümmert dies das Münchner Publikum? Hauptsache Austeilen gegen Trump. Und ozapft is!