Die Sanktionierung von Jacques Baud, einem ehemaligen Oberst im Generalstab der Schweizer Armee, schlägt in der deutschen Presse Wellen.
Andreas Rosenfelder, Chefkommentator der Welt, sieht die Meinungsfreiheit in Gefahr. «Die EU greift im Windschatten des Ukraine-Konflikts immer tiefer ins Grundrecht auf freie Meinungsäusserung ein», urteilt der Journalist.
Rosenfelder sieht im Vorgehen der EU eine Form der «Zensur» und meint, dass sich sogar ein Wladimir Putin bei der Bekämpfung von «Desinformation» künftig ein Vorbild nehmen könnte an Brüssel.
Das sind bemerkenswerte Worte für einen Journalisten, der kein Freund von Baud ist. Den Schweizer Ex-Nachrichtenoffizier bezeichnet Rosenfelder als «raunenden Welterklärer». Mit dessen Positionen stimmt er nicht überein. Im Gegenteil. «Man muss Bauds Perspektive inhaltlich scharf kritisieren.»
Doch darum geht es auch gar nicht. Eine andere Meinung zu äussern, sei schliesslich nicht «strafbar».
Da hat Rosenfelder recht. Kritik kommt jetzt aus Deutschland. In der Schweizer Presse ist der Sturm der Entrüstung bisher ausgeblieben.