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ZDF: Kritischer Reporter rausgeknallt, KI-Fake-Korrespondentin darf bleiben

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ZDF: Kritischer Reporter rausgeknallt, KI-Fake-Korrespondentin darf bleiben
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Der öffentlich-rechtliche Sender ZDF hält trotz massiver Kritik an seiner ehemaligen New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht fest, während der langjährige «Frontal»-Redakteur Joe Sperling wegen eines angeblich drohenden Imageschadens fristlos entlassen wurde. Das geht aus Berichten von Berliner Zeitung und Apollo News hervor.

ZDF-Intendant Norbert Himmler hatte Albrecht im Zusammenhang mit der sogenannten KI-Affäre vorgeworfen, sie habe das öffentliche Ansehen des Senders «schwer beschädigt». Die Korrespondentin wurde von ihrem Posten abberufen. Nach Informationen von Apollo News bleibt sie beim Sender beschäftigt und ist weiterhin in einer der höchsten tariflichen Vergütungsgruppen eingestuft.

HELMUT FRICKE / KEYSTONE
ZDF: Kritischer Reporter rausgeknallt, KI-Fake-Korrespondentin darf bleiben
HELMUT FRICKE / KEYSTONE

Anders verlief der Fall von Joe Sperling. Der Journalist arbeitete mehr als dreissig Jahre für das ZDF und war Redakteur des Politmagazins «Frontal». Intern kritisierte er wiederholt aus seiner Sicht journalistische Mängel, unter anderem bei der ZDF-Dokumentation «Die Strasse des Todes» von Reporter Arndt Ginzel. Dabei bemängelte er fehlende Überprüfungen von aus der Ukraine stammendem Kriegsmaterial.

Zudem stellte Sperling intern Fragen zur früheren Tätigkeit von Friedrich Kurz, der ebenfalls bei «Frontal» gearbeitet hatte und später mit Vorwürfen konfrontiert war, als V-Mann des Verfassungsschutzes tätig gewesen zu sein. Sperling brachte seine Kritik nach eigenen Angaben bis vor den ZDF-Fernsehrat.

Im Juli 2024 wurde Sperling aus der Redaktion versetzt. Der Berliner Zeitung erklärte er im November 2025: «In dem Schreiben vom 15. Juli 2024 stand nur, ich sei ab sofort in Mainz eingesetzt und solle meine persönlichen Sachen in Berlin räumen. Intern erklärte meine damalige Chefin, es seien Dinge vorgefallen, die eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich machten. Was damit gemeint war, hat sie nie erläutert – klang aber wie ein persönlicher Fehltritt.»

Im Dezember wurde Sperling fristlos gekündigt. Als Begründung soll das Risiko eines Imageschadens genannt worden sein. Sperling klagt vor dem Arbeitsgericht Mainz gegen die Kündigung; ein Termin ist für die zweite Jahreshälfte angesetzt.

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