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Youtube, Tiktok, Pornos: Immer mehr Länder führen Alterskontrollen im Internet ein

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Youtube, Tiktok, Pornos: Immer mehr Länder führen Alterskontrollen im Internet ein
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Australien hat mit einem radikalen Schritt neue Massstäbe gesetzt: Seit dem 10. Dezember 2025 dürfen Jugendliche unter 16 Jahren keine Social-Media-Konten mehr führen. Premierminister Anthony Albanese sprach von einem historischen Moment: «Diese Reform wird Leben verändern.» Die Reaktionen junger Nutzer waren gemischt – zwischen Wut, Sorge um Musik-Playlists und Einsamkeitsgefühlen, berichtet der Economist.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Sebastiano liest die News auf seinem Handy waehrend einer Pause in der Schule, fotografiert am 14
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

Australien steht mit seiner Initiative nicht allein: Dänemark und Norwegen wollen das Mindestalter für soziale Netzwerke auf 15 anheben, Spanien und Malaysia sogar auf 16. Auch mehrere US-Bundesstaaten verschärfen die Vorschriften – etwa durch Zustimmungspflicht der Eltern.

Gleichzeitig verschärfen viele Länder auch die Alterskontrollen für Pornowebsites. Grossbritannien verlangt seit Juli verpflichtende Altersnachweise – Frankreich, Italien, Spanien und zahlreiche US-Bundesstaaten ziehen nach. Doch die Umsetzung ist komplex.

Australien bezieht Plattformen wie YouTube und TikTok ein, nicht aber Messenger wie WhatsApp oder Online-Spiele wie Roblox. Einige Apps wie Snapchat wehren sich gegen das Verbot, andere wie Lemon8 oder Yope – bislang kaum reguliert – verzeichnen plötzlich Rekord-Downloads. Kinder weichen also vermehrt auf unbekannte Plattformen aus.

Auch bei Pornoseiten zeigen sich Umgehungseffekte: In Grossbritannien sank laut Ofcom die Nutzung grosser Anbieter wie Pornhub stark – gleichzeitig explodierte der Traffic kleiner, nicht regulierter Seiten. Zudem boomt der Einsatz von VPNs: Die Zahl wöchentlicher VPN-Sitzungen stieg dort nach Inkrafttreten der Regelung zeitweise auf das 2,5-Fache.

Australien verpflichtet die Plattformen zur Altersprüfung – bei Verstössen drohen hohe Strafen. Die Tech-Branche fordert hingegen, dass Apple und Google als Anbieter der Betriebssysteme mehr Verantwortung übernehmen.

Brasilien und einige US-Staaten haben bereits Alterskontrollen in App-Stores eingeführt. Apple bietet Eltern neuerdings die Möglichkeit, Altersbeschränkungen auf Geräten einzustellen – Google arbeitet an einer ähnlichen Funktion.

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