Die Chropflerete vom 2. Juli 2025 zwischen dem neuen Verteidigungsminister Martin Pfister (Mittepartei) und der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates (SIK-N) zu den Mehrkosten des neuen Kampfjets F-35, besser bekannt als Fixpreis-Debakel, war in verschiedener Hinsicht aufschlussreich. Zur Sprache kam nämlich auch, wie die frühere Verteidigungsministerin Viola Amherd auf Fragen von SIK-Mitgliedern im Jahre 2022 reagierte. Diese wollten von der Oberwalliserin wissen, ob die sechs Milliarden Franken für 36 neue US-Kampfjets tatsächlich ein Fixpreis sind und ob keine zusätzlichen Kosten anfallen. Worauf die Bundesrätin die Befürchtungen der Parlamentarier mit der schloddrigen Antwort abtat: «Das haben wir heute dargelegt und aufgezeigt. Wünschen Sie eine Bestätigung der Bestätigung? Mehr als das, was wir hier dargelegt haben, kann ich nicht sagen.»
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Was für eine unverschämte Art, Parlamentarier abzuservieren. Dabei waren die Fragen, wie man heute weiss, durchaus berechtigt. Denn entgegen dem, was Amherd damals zu verstehen gab, werden uns die neuen Jets sehr wohl sehr viel mehr kosten.
Selbst der heutige Verteidigungsminister Martin Pfister, Amherds Parteikollege, störte die respektlose Antwort seiner Vorgängerin auf die Fragen von SIK-Mitgliedern. Als man ihm die entsprechenden Sätze vorlas, monierte der Zuger die Tonalität – auch wenn er Amherd in der Sache weiterhin durch alle Böden hindurch verteidigte.