In der ZDF-Sendung «Markus Lanz» hat der CDU-Politiker Thorsten Frei mit einer brisanten Spekulation für Aufsehen gesorgt: Er sprach offen über die Möglichkeit eines gezielten Angriffs auf die Krim-Brücke mit dem deutschen Marschflugkörper Taurus. Diese Waffe sei «etwas besser» als vergleichbare Systeme aus Frankreich, Grossbritannien oder den USA, so Frei. Der Taurus könne «sehr konkret in einzelne Stockwerke …» – worauf Lanz ihn unterbrach: «In einen Pfeiler dieser Brücke». Frei antwortete: «Dafür brauchen Sie aber auch mehr als einen Taurus.»
Die militärische Relevanz des Waffensystems bestätigte auch die Sicherheitsexpertin Claudia Major: «Taurus kann gehärtete Ziele treffen, was Storm Shadow und Scalp nicht können.» Diese Fähigkeiten seien militärisch bedeutsam, auch wenn kein «Game Changer» in Sicht sei. Symbolisch hätte eine Lieferung jedoch grosse Wirkung – vor allem wenn eine neue Bundesregierung diesen Schritt wage.
Frei betonte, dass es notwendig sei, entschlossen gegen Russland vorzugehen: «Wenn uns in der Vergangenheit eines gefehlt hat, dann ist es die Entschlossenheit.» Man müsse klar signalisieren, dass Russland für seine Taten einen Preis zu zahlen habe.
Robin Alexander, Vize-Chefredakteur der Welt, wies darauf hin, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius die Taurus-Systeme habe ertüchtigen lassen – ein Indiz für politische Bereitschaft. Claudia Major warnte: «Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges in Europa ist gestiegen, weil Russland gerade lernt: Mit Kriegführen kommt es durch.»