Laut «Spiegel» lehnt Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele im Jahr 2036 offensichtlich ab. Er sagt: «Der Bundespräsident sieht das Jahr 2036 als historisch problematisch für eine deutsche Bewerbung an.» Dem widerspricht Altbundeskanzler Gerhard Schröder auf der Social-Media-Plattform Linkedin. Wir dokumentieren seine Argumente im Wortlaut.
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Die Bedenken des Herrn Bundespräsidenten gegen eine Austragung der Olympischen Spiele 2036 in Deutschland sind gewiss ernst zu nehmen.
Gleichwohl teile ich sie nicht.
Eine Austragung der Spiele gerade zu diesem Datum in Deutschland würde die Chance eröffnen, der Weltöffentlichkeit, aber auch der jungen Generation in Deutschland deutlich zu machen, was wir als demokratisches Deutschland aus unserer Geschichte gelernt haben.
Wir haben allen Grund, auf diesen Teil unserer Geschichte stolz zu sein und das der Weltöffentlichkeit auch deutlich zu machen.
Der Geist von München, als sich die Spiele 1972 zumindest bis zum Attentat als fröhlich und weltoffen zeigten, gehört gewiss zum Besten, was diese Spiele in Deutschland und für unser Land nach aussen bewirken können.