Windenergie-Posse des Jahres: Luzern will auf einem Hügel Windräder bauen lassen – obwohl die Bevölkerung das Projekt mehrfach abgelehnt hat
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Windenergie-Posse des Jahres: Luzern will auf einem Hügel Windräder bauen lassen – obwohl die Bevölkerung das Projekt mehrfach abgelehnt hat

Der Kanton Luzern will der Gemeinde Rickenbach eine Windenergieanlage aufzwingen, welche die betroffene Bevölkerung grossmehrheitlich und mehrfach abgelehnt hat.

Die Kommune will stattdessen eine Schutzzone auf diesem Berg einrichten.

Doch vor einigen Tagen hat die Kantonsregierung diese Pläne abgeschmettert. Sie gewichtet damit die privaten Interessen von Mitte-Nationalrätin Priska Wismer-Felder, Promotorin von Windenergie auf dem Stierenberg, stärker als jene der ganzen Dorfschaft.

URS FLUEELER / KEYSTONE
Auf dem Gotthard Pass werden zur Zeit die Windraeder des Windparks der Azienda Elettrica Ticinese, AET, aufgebaut, wie hier am Donnerstag, 20
URS FLUEELER / KEYSTONE

Wie schräg der Entscheid der Luzerner ist, lässt sich auch anhand folgender Situation aufzeigen. Ein Teil des Stierenberges ist Territorium des Kanton Aargau, der hier gemäss Richtplan eine Schutzzone eingerichtet hat.

Für die Aargauer eignet sich dieser Hügel demnach nicht für die Produktion von Windenergie.

Viele Rickenbacher werfen deshalb zu Recht die Frage auf, ob es auf der Luzerner Seite des Stierenbergs etwa mehr windet als auf der Aargauer Seite.

Wie auch immer, es gibt hier einen echten Widerspruch zwischen den Richtplänen der beiden Kantone – etwas, dass es laut Raumplanungsgesetz des Bundes offenbar gar nicht geben dürfte.

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