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Wie politisiert Wadephul? Ein Video zeigt, wie wenig der Aussenminister von «deutschen Ansprüchen» hält

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Wie politisiert Wadephul? Ein Video zeigt, wie wenig der Aussenminister von «deutschen Ansprüchen» hält
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Si tacuisses philosophus mansisses, sagt der Lateiner. Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.

Auf Aussenminister Johann Wadephul trifft es nicht ganz zu, hiesse es doch, dass er vorher ein Philosoph gewesen wäre.

Er sollte ganz einfach nachdenken, bevor er spricht. Oder sich – sicher ist sicher – gleich in Schweigen hüllen.

FILIP SINGER / KEYSTONE
epa12502411 German Foreign Minister Johann Wadephul attends a joint press conference with Nigerian Foreign Minister Yusuf Maitama Tuggar (not pictured) in Berlin in Germany, 04 November 2025
FILIP SINGER / KEYSTONE

Zielstrebig geht er keinem Fettnapf aus dem Weg – und nicht erst, seit er Minister ist. Schon früher disqualifizierte er sich für ein Regierungsamt.

So lobte er sich mal dafür, die EU zu einem neuen Sanktionspaket gegen Russland «ermutigt» zu haben - «auch wenn es uns weh tut». Zur Ostsee-Pipeline NordStream fiel ihm ein: «Auf deutsche Ansprüche muss da jetzt keine Rücksicht genommen werden.»

Ach, wie selbstlos, könnte man seufzen. Aber Wadephul ist nicht Jesus, der die andere Wange hinhält. Er soll knallhart deutsche Interessen zu vertreten.

Damit scheint er generell Probleme zu haben. Fragt sich, warum Friedrich Merz ihn zum Chefdiplomaten berief.

Ach ja, er war nur zweite Wahl. Das dürfte ihn im Amt halten. Dritte und vierte Wahl ist schlechter.

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