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Wie die Schweizer Nati am Montag in Slowenien Fussballgeschichte schreiben kann – und weshalb Murat Yakin das Potenzial zum Nationalhelden besitzt

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hatte in den vergangenen Wochen und Monaten nicht nur positive Schlagzeilen zu verdauen – vor allem neben dem Platz. Mit Xherdan Shaqiri, Fabian Schär und Yann Sommer verabschiedeten sich schon vor Jahresfrist vermeintlich unersetzbare Leistungsträger aus der Landesauswahl. Und auch im Buhlen um Nachwuchstalente hatte zuletzt die Konkurrenz überzeugendere Argumente: Gleich drei Zukunftshoffnungen – Albian Hajdari, Leon Avdullahu und Eman Kospo –, die ihre Ausbildung in der Schweiz genossen, spielen künftig für das Kosovo oder für Bosnien.

© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Switzerland's head coach Murat Yakin looks on during a Friendly soccer match between USA and Switzerland at the Geodis Park stadium, in Nashville, Tennessee, United States of America, Wednesday, June 11, 2025
© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Was dies über die Spieler aussagt, sei dahingestellt. Neben mangelnder Dankbarkeit gibt es aber auch eine pragmatische Erklärung, weshalb sich junge Akteure gegen die Schweiz entscheiden: Die helvetische Nationalmannschaft ist derzeit so stark besetzt, dass es für jeden Neuling schwierig wird, sich einen Platz zu erkämpfen.

In der laufenden WM-Qualifikation legte das Team von Trainer Murat Yakin einen perfekten Start hin: 4:0 gegen das Kosovo, 3:0 gegen Slowenien, 2:0 in Schweden. Vor allem der Sieg gegen die hochdotierten Skandinavier beeindruckte am vergangenen Freitag. Zwar war auch etwas Wettkampfglück im Spiel, doch letztlich setzten sich die Schweizer mit einer Reife und Kaltblütigkeit durch, wie man sie früher vor allem von deutschen Mannschaften kannte.

Und dies wiederum stellt dem Trainer das bestmögliche Zeugnis aus. Murat Yakin zieht an der Seitenlinie alle Register: Er beweist taktisches Fingerspitzengefühl, ein feines personelles Sensorium – und er hat auf den beiden wichtigsten Positionen alles richtig gemacht. Torhüter Gregor Kobel spielt, als wäre er schon seit zehn Jahren Stammgoalie, und im Mittelfeld entwickelt Kapitän Granit Xhaka eine Dominanz und Überzeugungskraft, wie man sie selbst von ihm nicht immer gesehen hat.

So besitzt die Schweizer Nati am Montagabend eine historische Chance: Mit einem Sieg in Ljubljana gegen Slowenien und gleichzeitigen Punktverlusten des Kosovo in Schweden wäre die Schweiz für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert. Nach nur vier Spielen! Das ist zwar kein Weltrekord – aber wohl ein Schweizer Rekord für die Ewigkeit.

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