Vor wenigen Tagen starb die erst 18-jährige Fatemeh D. in Hamburg, als sie von einem Mann aus dem Südsudan vor die einfahrende U-Bahn gerissen wurde. Beide starben noch am Ort des Geschehens. Später kommt heraus, dass Ariop A. immer wieder durch übermässigen Alkoholkonsum und Gewalt aufgefallen sein soll. Besonders schockierend für viele: Der Afrikaner kam nicht, wie viele andere, illegal nach Deutschland, sondern wurde im Rahmen eines Aufnahmeprogramms im Jahr 2024 in die Bundesrepublik eingeflogen.
Dabei zeigt sich, dass die deutsche Bundesregierung nicht nur keine Ahnung hat, wer über die Grenze ins Land kommt, sondern anscheinend auch nicht, wenn sie einfliegen lässt. Recherchen des Nachrichtenportals Nius hegen nun Zweifel an der Identität und Geschichte von Ariop A. So nutzte der Südsudanese nicht nur verschiedene Namen in den sozialen Medien, es weiss auch niemand wirklich, wie alt er ist. Offiziell soll A. am 1. Januar 2001 geboren worden sein, wobei der 1. Januar nahezu immer als Platzhalter eingetragen wird, wenn nicht genau bekannt ist, wann jemand geboren wurde. A. könnte demnach auch älter sein.
Auch an der Geschichte des Flüchtlings gibt es Zweifel. Seine Eltern sollen von Islamisten getötet worden sein, als Ariop A. noch ein Kind war. Wohl der Grund, weshalb A. als «besonders schutzbedürftig» eingestuft wurde und ein Ticket nach Deutschland erhielt. Freunde des jungen Mannes sollen gegenüber Nius jedoch verlautbart haben, dass sie nichts davon gewusst hätten. Der Fall erinnert an Mouhamed Dramé. Der damals 16-jährige Senegalese wurde 2022 von Polizisten erschossen, als er mit einem Messer auf sie zulief. Später kam heraus: Die Eltern des vermeintlichen Waisen leben noch.
Fakt ist: Eine Sicherheitsüberprüfung erfolgte bei Ariop A. nicht. Innenministerium und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wollten sich auf Anfrage von Nius nicht äussern. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass die zuständigen Behörden nicht allzu genau hinschauen, wenn es um diejenigen Personen geht, die man ihm Rahmen von Aufnahmeprogrammen ins Land fliegt. Schon bei den «besonders Schutzbedürftigen» aus Afghanistan gab es zum Teil erhebliche Zweifel an den vorgelegten Geschichten.
Eine grosse öffentliche Empörung blieb dennoch aus.