Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Wer stoppt Brüssels Bürokraten? Verschärfte EU-Verordnung lässt Markt für Gebrauchtwagen zusammenbrechen

Auf Käufer und Verkäufer von Gebrauchtwagen kommt möglicherweise eine Bürokratielawine zu. Sie tarnt sich als «EU-Altfahrzeugverordnung». Danach soll jedes Auto vom Band bis zur Schrottpresse lückenlos verfolgbar sein. Video-Dokumentationen, TÜV-Gutachten oder vergleichbare Dokumente müssen Verkäufer dann aufbringen, wenn sie ihr Auto auf dem Gebrauchtwagenmarkt anbieten wollen. Beim Verkauf nicht fahrbereiter Autos müssen sie beweisen, dass die Fahrzeuge noch zu reparieren sein werden und am Ende mehr wert sind, als die Reparatur gekostet hat – also kein wirtschaftlicher Totalschaden sind. Ansonsten darf nicht verkauft werden.

CHRISTOPHER NEUNDORF / KEYSTONE
epa12012150 New cars parked at a logistics terminal in Essen, Germany, 05 April 2025
CHRISTOPHER NEUNDORF / KEYSTONE

Der Hintergrund heisst wieder einmal «Green Deal». Die EU will, dass die Autoproduktion, der Verkauf und die Verwertung Teil einer Kreislaufwirtschaft werden und keine schrottreifen Autos die EU verlassen. Am 17. Juni 2025 nahm der Rat der EU die neue Fassung der Verordnung an. Ziel des umfassenden Gesetzeswerks, das bis Ende des Jahres verabschiedet werden und 2026 in Kraft treten soll, ist eine Verringerung des Rohstoffverbrauchs in der EU, vor allem die Reduzierung importierter Rohstoffe. Auf der anderen Seite soll so viel wie möglich wieder für die Produktion zurückgewonnen werden. Mehr Kontrollen, eine bessere Unterscheidung zwischen Gebrauchtfahrzeugen und Altfahrzeugen und ein Verbot der Ausfuhr von nicht verkehrssicheren Gebrauchtfahrzeugen heissen die neuen Waffen aus dem EU-Arsenal.

Die Folge: Vor allem Autos, von denen nicht klar ist, ob es noch ein Gebrauchter oder schon ein Alter ist, benötigen ein eigenes Gutachten. Das freut die, die es machen. Die, die es in Auftrag geben, tragen die Kosten und den Aufwand. Der Wert solcher Fahrzeuge sinkt rapide, sie landen eher in der Schrottpresse als beim Studenten, der sie noch mal zusammenschraubt. Der Markt für solche Autos bricht zusammen. Es sieht so aus, als schiesst Brüssel hier mal wieder kilometerweit übers Ziel hinaus. Wer stoppt diese Bürokraten?

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.