Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Wer hätte das gedacht? Einfamilienhäuser sind sexistisch. Solch absurde Thesen breitet ein Architekt in der einst liberal-bürgerlichen «Süddeutschen» aus

Ein Herrenzimmer mit heimeligem Kamin, in das der Patriarch direkt aus der Garage gelangt, damit er nicht gezwungen ist, die klitzekleine Küche zu passieren, in der emsig das Abendessen vorbereitet wird. Dazu viele Kinderzimmer, auf Vorrat gebaut, und alle mit Blick auf den Garten.

© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Das Dach mit Balkon eines Wohnhaus, fotografiert am Mittwoch, 29
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Downton Abbey? Nein, ein deutsches Einfamilienhaus aus den sechziger Jahren, wie es sich der Architekt Jan Engelke vorstellt.

So absurd muss er es sich wohl vorstellen, denn sonst könnte er nicht seine noch absurdere Behauptung daran festmachen: «Das Einfamilienhaus ist eine sexistische Wohnform.»

Richtig gelesen. Das von allen deutschen Nachkriegsregierungen geförderte Häusle-Bauen «sollte ein heteronormatives, patriarchales Familienideal fördern und die Leute bewegen, mehr Kinder zu kriegen». Das Ganze erinnere – hört, hört – «an die Blut-und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten».

Nun sind auch abwegige Meinungen nicht verboten, aber man darf schon fragen, wer Engelkes Ansichten eine Bühne gibt. Es ist wieder mal die einst liberal-bürgerliche Süddeutsche Zeitung.

Sie hatte schon einmal Staub aufgewirbelt mit dem Essay «Oma soll umziehen», in dem verlangt wurde, dass Rentner ihre hocherrschaftlichen 100-Quadratmeter-Wohnungen für Familien räumen. Eine Meinung, der sich selbstverständlich auch Engelke anschliesst.

Ein Tipp für die Kollegen aus München. Was eiert ihr herum? Sagt doch offen, was ihr meint: Wohnraum wird rationiert und zugeteilt. Hat doch prächtig im Sozialismus funktioniert.

Meint übrigens auch Jan Engelke. DDR-Platte, ja, das war gerecht und gar nicht sexistisch.

Aber warum sind dann alle in ihre Datsche geflüchtet?

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.