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Wer findet den Fehler? Obwohl sie seit drei Jahren in der Schweiz sind, ist in Genf weniger als ein Drittel der Ukrainer mit Schutzstatus S erwerbstätig

Personen mit Schutzstatus S dürfen in der Schweiz ohne Einschränkungen in allen Berufen arbeiten.

Viele Ukrainer, die in den letzten Jahren in die Schweiz eingewandert sind, scheinen dies jedoch nicht zu wollen. Diese Tatsache ist auch dem SRF aufgefallen.

In einem Bericht in der «Tagesschau» präsentiert der Sender eine Statistik des Bundesamtes für Migration, die Anlass zur Sorge gibt. Drei Jahre nach ihrer Ankunft in der Schweiz arbeiten im Kanton Genf nur 15 Prozent (!) der Migranten im erwerbsfähigen Alter, im Tessin 16 Prozent und in Neuenburg 19 Prozent. In der Deutschschweiz sieht es etwas besser aus. Im Kanton Aargau beispielsweise arbeiten 41 Prozent der Migranten im erwerbsfähigen Alter.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Ukrainian Passports are seen during the registration at the reception center for refugees, following Russia's invasion of Ukraine, in Zurich, Switzerland on March 15, 2022
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Trotzdem stellt sich die Frage, die bisher in der politischen Debatte tabuisiert wurde: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Höhe der Sozialleistungen und der Motivation, einen Job anzunehmen? Könnte es sein, dass diese Menschen zu wenig Anreiz haben, beispielsweise eine Tätigkeit in der Gastronomie anzunehmen?

Angesichts dieser Zahlen drängt sich eine neue Diskussion über die Ukrainer in der Schweiz auf. Wer nimmt den Ball im Bundeshaus auf?

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