Manchmal hilft ein wenig Abstand, um zu erkennen, dass in der Politik nicht Inhalte, sondern Personen entscheiden – genauer: Hass gegen Personen.
Rückblende: 1995 hält Bill Clinton seine Rede zur Lage der Nation und sagt:
«Alle Amerikaner […] sind zu Recht beunruhigt über die grosse Zahl illegaler Einwanderer, die in unser Land kommt. […] Deshalb hat unsere Regierung aggressive Massnahmen ergriffen, um unsere Grenzen besser zu sichern, indem sie eine Rekordzahl neuer Grenzschutzbeamter eingestellt und doppelt so viele kriminelle Ausländer wie je zuvor abgeschoben hat.»
Tosender Applaus quer durch den Kongress. Demokraten, Republikaner, alle sind sich einig, hier hält der Präsident die Finger in die Wunde. Gemeinsam unterstützt man den Präsidenten bei seiner harten Grenzpolitik.
Rede zur Nation diese Woche: Am Pult steht Donald Trump. Der Präsident sagt: «Die oberste Pflicht der amerikanischen Regierung ist es, amerikanische Staatsbürger zu schützen, nicht illegale Einwanderer.»
Die Republikaner erheben sich applaudierend. Eisernes Schweigen auf den Rängen der Demokraten. Als ob ihnen Trumps beispielloser Erfolg der Grenzsicherung und beim Kampf gegen illegale Immigration komplett egal wäre.
Denn die Feindschaft gegen Trump ist bis ins Mark der Demokraten eingedrungen. Dergestalt, dass sie keine gemeinsamen Lösungen für das Volk, das sie gewählt hat, zustande bringen.
Ihre Kraft ist einzig und allein auf einen Mann fokussiert: den Mann, der wie Clinton das Richtige tut, aber den man hasst wie keinen anderen Menschen auf der Welt.