CDU-Fraktions-Chef Jens Spahn hat gefordert, dass Deutschland den Eurovision Song Contest (ESC) 2026 boykottiert, falls Israel von dem Wettbewerb ausgeschlossen wird. «Wenn Israel ausgeschlossen wird, muss Deutschland raus sein», sagte Spahn am Freitag im «ARD-Interview der Woche».
Der CDU-Politiker sprach sich auch für finanzielle Konsequenzen aus. Der ESC werde in nicht geringem Masse aus Deutschland finanziert – «und uns ist Solidarität mit Israel wichtig», sagte Spahn. Zugleich betonte er, Solidarität bedeute nicht, «jede Entscheidung der israelischen Regierung richtig zu finden». Der ESC sei jedoch «nicht das richtige Forum», um politische Konflikte auszutragen.
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Die Europäische Rundfunkunion (EBU) will im Dezember über die künftige Teilnahme Israels abstimmen. Ursprünglich sollte die Entscheidung bereits im November fallen, wurde aber wegen der laufenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas verschoben. Über einen möglichen Boykott Deutschlands müsste der für den ESC zuständige Südwestrundfunk (SWR) entscheiden.