Ja, der Zürcher FDP droht bei den Stadtratswahlen ein Sitzverlust.
Und ich sage euch, warum: Es liegt allein am Namen des Kandidaten, Përparim Avdili.
Das klingt schon mal wie eine neue Spezialität des Dönerstandes. Ist es türkisch? Italienisch ist es sicher nicht. Iranisch? Nein, aus dem Kosovo kommt er, sieht eigentlich ganz gut aus, hat als Kind einer Saisonnierfamilie eine steile Karriere gemacht als Finanzfachmann. Und ist jetzt Stapi-Kandidat der FDP.
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Er könnte gewählt werden, wenn er es wie die Päpste oder Hollywoodstars machen würde: einfach einen Namen wählen, der gut ankommt. Papst Franziskus hiess auch nicht Franz. Einen Namen, an den man sich erinnern kann. Und den jeder schreiben kann.
Ogi zum Beispiel, aber bitte nicht Adolf. Oder Steiner, oder Keller oder so. Aber nicht Përparim.
Ich habe schon mit den zwei Punkten auf Noël meine Mühe. Am besten einfach einschweizern: Zum Beispiel Armin statt Përparim, das wäre schon was. Und aus Avdili könnte er Illi oder Adilli machen.
Ich könnte jetzt hundert Namen von Schauspielerin aufzählen, die ihren schwierigen Namen vereinfacht oder gegen einen eingängigeren gewechselt haben. Das geht.
Wenn Herr Avdili einen guten Berater hätte, würde er ihm genau das raten. Und der Namenswechsel würde erst noch für zusätzliche Publizität sorgen. Der Mann passt sich an, würde man sagen. Guter Mann.