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Pünktlich zur «Pride Week»: Luzern bekommt eine queere Bibel. Der Zeitgeist weht durch die Kirche

Darf man eine queere Bibel schreiben? Sicher. Man darf die Bibel auch feministisch oder marxistisch schreiben, alles schon da gewesen. Das war früher zwar genauso falsch, aber wenigstens mutig, ein Angriff auf die Kirchenoberen. Mut ist heute nicht mehr nötig. Schliesslich segeln die staatsnahen Kirchen selber brav im Wind des Zeitgeistes.

Pünktlich zur «Pride Week»: Luzern bekommt eine queere Bibel. Der Zeitgeist weht durch die Kirche

Ein katholischer Kirchenbeamter aus Luzern schreibt die Bibel um. Er findet, dass sie anders besser zur queeren Community passe. Assistiert wird er dabei von einer queer-feministischen Aktivistin, Selbstbezeichnung «Berufskatholikin». Dabei entstehe eine Bibel, die «Texte ins regenbogenfarbige Licht» rücke, schreibt die katholische Kirche Luzern und findet das gut. Die reformierte Staatskirchenschwester applaudiert.

Das ist verständlich. Schliesslich entleeren sich die Landeskirchen in atemberaubendem Tempo, da tut man viel für ein bisschen Medienlob. Bibel neu schreiben? Klingt visionär. Feministisch gab’s schon, marxistisch schon lange, heute also queer. Was immer gesellschaftlich gerade Mode ist: garantiert säuselt es auch von der Kanzel herunter.

Trotzdem ist es falsch. Wer die Bibel «neu» schreibt, schreibt sein eigenes Evangelium. Er projiziert seine eigene Heilslehre in einen Text, der ihm nicht gehört. Darum basteln Weltreligionen nicht an ihren Grundtexten herum. Auch nicht das Christentum. Die Bibel ist kein Jekami für Aktivisten.

Wer die Bibel liest, sollte weniger den Text umdeuten als vielmehr sich selbst, seine eigenen Werte, sein Leben. Wir ändern nicht die Bibel, aber sie ändert uns. Immerhin stecken 1000 Jahre gesammelte Weisheit drin.

Gottfried Locher betreibt die Internetseite neueswortzumsonntag.ch.

 

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